Es hat so viel Spaß gemacht: Die Baupläne für das Haus erstellen, die Fenster aussuchen und kaufen, nachdem man Nächte lang am Computer saß und auf den verschiedenen Portals die Fenster Preise verglichen hat. Der Einbau wurde vom Fachmann übernommen, während man selber schon die Gardinen für die neuen Kunststofffenster genäht hat. Und nun? Nun liegt der Einzug schon lange zurück, es ist Herbst und die Fenster sind schmutziger denn je! Hätte man das vermeiden können?

 

Geht es denn ohne Putzen?

Nun ja, zumindest gibt es Fenster, denen nachgesagt wird, dass sie selbstreinigend sind. Was hat es damit auf sich? Nun, es gibt sie tatsächlich, die selbstreinigenden Fensterscheiben. Und das hat einen guten Grund: Sie sind mit einer Titandioxidschicht überzogen. Treffen Sonnenstrahlen auf die Titandioxidmoleküle so entsteht eine chemische Reaktion. Es kommt zur Entwicklung von aktivem Sauerstoff. Dieser ist in der Lage organische Verbindung wie Fliegendreck, Vogelkot und Ablagerungen von Blütenpollen und ähnlichem einfach aufzulösen. Der nächste Regen wäscht all dies fort und das Fenster ist wieder blitzblank. Zudem wurde den Nanopartikeln eine hydrophile Eigenschaft nachgewiesen. Das bedeutet, dass Wasser nicht mehr in Seen zusammenlaufen und sich von dort aus in Streifen auf den Weg nach unten machen. Denn das Regenwasser spült den durch den aktiven Sauerstoff gelösten Schmutz einfach herab. Praktisch, nicht wahr? Allerdings gilt das nur für die Fensterscheiben. Die Rahmen des Kunststofffensters sind nach wie vor per Hand zu säubern.

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Sicherlich sind diese Fenster teurer als reguläre Fenster. Aber es ist doch eine große Zeitersparnis, wenn das Putzen vollkommen automatisch vor sich geht. In längeren Trockenperioden kann man ja mit dem Gartenschlauch nachhelfen, damit der Schmutz von den Scheiben verschwindet.

 

Effektive Mikroorganismen

Es gibt noch einen anderen Weg, um zu verhindern, dass sich sehr schnell wieder Schmutz auf den Fensterscheiben festsetzt: Effektive Mikroorganismen nach Prof. Teuro Higa. Hierbei handelt es sich ursprünglich um einen Bodenverbesserer, der aus einer Anzahl unterschiedlicher Mikroorganismen zusammen gestellt wurde. Schnell hat man jedoch festgestellt, dass er noch viel mehr kann. Wird dieser Zusatz zum Putzen verwendet, setzt sich der Staub stark zeitlich versetzt sichtbar ab. Stärkerer Schmutz wie beispielsweise Vogelkot lässt sich bereits nach einer minimalen Einwirkdauer ganz leicht abwischen. Nur ganz selten kommt es vor, dass im Nachhinein noch das Ledertuch zum Beseitigen von Schlieren verwendet werden muss.

 

Das Beste für die Scheiben

Zum Schluss kommen wir zu der besten Methode, wie Kunststofffenster schnell, günstig und ganz einfach sauber werden. Hierzu werden benötigt: 1 Eimer warmes Wasser, Spüli – aber nur ein Spritzer – und Zeitungspapier. Mit dem Spüliwasser wird das Fenster wortwörtlich nur abgespült. Danach wird die Scheibe mit dem Zeitungspapier trocken gewischt. Im Vorwege wäre es gut, wenn getestet, in wie weit die Druckerschwärze abfärbt, damit das Fenster nicht später schwarze Schlieren hat.